Moshé Feldenkrais

Der Begründer der Methode

moshe feldenkrais
© Internationale Feldenkrais® Federation Archiv.

Moshé Feldenkrais:  1904 – 1984

Lebenslauf:

In der Ukraine geboren, wanderte er als 14-jähriger, ohne seine Eltern,  in das damalige Palästina aus. Neben der Schule verdiente er sich Geld für das geplante Studium mit den verschiedensten Jobs und half u. a. beim Aufbau von Tel Aviv.

Nach dem Abitur studierte er Mathematik und arbeitete fünf Jahre als Landvermesser.

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In seiner Freizeit widmete er sich der Selbstverteidigung ohne Waffen, denn den jüdischen Siedlern war das Tragen von Waffen untersagt.
Später sollte er als erster Europäer den schwarzen Gürtel bekommen und maßgeblich dazu beitragen, dass Judo auch im Westen bekannt wird.

Ein einschneidendes Erlebnis war eine  Knieverletzung, die er sich als Jugendlicher zugezogen hatte.
Die damalige Medizin konnte bei einer Knieoperation keine Besserung oder Heilung versprechen, so dass er begann, nach eigenen Wegen zu forschen.

1929 siedelte er nach Paris um und studierte Physik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Er promovierte an der Sorbonne im Fach Physik.

Auf Grund seiner Forschungsarbeiten musste er im zweiten Weltkrieg nach England flüchten, wo ihm politisches Asyl gewährt wurde und wo er für die britische Marine tätig war.

Hier begann Moshé Feldenkrais, sich intensiv mit dem Bewegungsapparat und seinen Funktionen zu beschäftigen. Er präsentierte vor Wissenschaftlern die Ergebnisse seiner Forschung und entwickelte sie zu einer Lernmethode .

Nach jahrelangen Aufenthalten in Paris und London kehrte er Anfang der 50er Jahre nach Israel zurück.
Ab 1970 unternahm er viele Reisen, um seine Methode in Vorträgen, Seminaren und Ausbildungen zu verbreiten.
Er verfeinerte seine Arbeit bis ins fortgeschrittene Alter und veröffentlichte sein Gedankengut in etlichen Büchern.